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.... nach der Einführung der verpflichtenden Gehaltsangabe in Stelleninseraten


Die Arbeiterkammer hat in einer umfassenden Untersuchung3) von Printstellenanzeigen festgestellt, dass über 80% die verpflichtende Gehaltsangabe enthalten. In den Online Inseraten steigt dieser Prozentsatz auf 90%.

Bringt es nun die erhoffte Einkommenstransparenz, um das Gehalt der Frauen an das der Männer anzugleichen?

Die Einkommenstransparenz ist mit der Angabe des kollektivvertraglichen Entgelts - auch mit dem Zusatz Bereitschaft zur Überzahlung je nach Qualifikation" nicht gegeben. "Die Angabe der kollektivvertraglichen Mindestentgelts wirkt sogar abschreckend, die Anzahl an qualifizierten Bewerberinnen und Bewerber nimmt ab", so die Personalexpertin Dr. Edlinger.

Das bestätigt zahlenmäßig die Untersuchung der AnzeigenDaten Mediaforschung4) . So sind "Österreichische Personaldienstleister mit der Anzahl an Bewerbungen deutlich weniger zufrieden (3,46; auf einer Skala von 1 "sehr zufrieden" bis 6 "unzufrieden") und bewerten auch die Qualität der Bewerbungen als schlechter (3,40).

Die heimlichen Winner dieser Aktion sind Printmedien, wo Anzeigen noch nach Millimetertarif verkauft werden und jede verpflichtende Angabe erhöht das Millimetervolumen. Diese geringe Zusatzeinnahme kann jedoch nicht die generelle Abwanderung der Stelleninserate von den Printmedien in die Onlinemedien stoppen.



§9 GlB "Gebot der geschlechtsneutralen Stellenausschreibung" wurde erweitert. Absatz (2) sieht ab
1. März 2011 vor, dass in einem Stelleninserat nun das kollektivvertragliche Mindestentgelt anzugeben und auf die Bereitschaft zur Überzahlung hinzuweisen ist, wenn eine solche besteht.

Ohne Sanktion bleibt ein Verstoß gegen das Gesetz bis 31.12.2011. Die Strafbarkeit, im §10 geregelt, tritt erst mit 1. Januar 2012 in Kraft. Beim ersten Verstoß ist abzumahnen, jeder weitere Verstoß wird mit bis zu
EUR 360 bestraft.

Die Wirtschaftskammer Österreich hat in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Kosumentenschutz folgende Beispiele erarbeitet 2)

„Wir suchen ... zu € ... brutto monatlich.“
„Entgelt: € ... brutto/Stunde, Überzahlung möglich.“
„Wir bieten Ihnen für die Position ein marktkonformes Bruttomonatsgehalt von € ... brutto bis € ... brutto je nach konkreter Qualifikation.“
„ ... gesucht; überkollektivvertragliche Entlohnung ab € ... brutto.
„Verhandlungsbasis: € ... brutto Monatsgehalt mit Bereitschaft zur Überzahlung“

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1) Gleichbehandlungsgesetz mit BGBl I Nr. 7/2011 (> Download<)
2) WKO (2011): Info. Angabe des Mindestentgelts im Stelleninserat (> Download<)

3) AK (2013): Untersuchung im Detail ( >Download<)
4) AnzeigenDaten - ein Service der index Internet- und Mediaforschung GmbH, Aussendung vom 23.10.13




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